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Hymenopus coronatus : Haltung und Zucht

Hymenopus coronatus ist nichts für Anfänger, da diese Spezies sehr schwer zu halten und nachzuziehen ist. Andererseits zählt Hymenopus coronatus zu den schönsten Mantiden die es gibt.Für viele Liebhaber ist es die schönste Art überhaupt. Der Reiz bei Hymenopus coronatus liegt in der Farbgebung vom zarten Weiß über grün bis hin zu rosa. Allerdings muss ich für mich persönlich sagen, dass ich Arten wie Gongylus gongylodes, Phyllocrania paradoxa, oder Creobroter pictipennis mindestens genauso zeizvoll finde wie Hymenopus coronatus. Aber Geschmack liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.Das Verbreitungsgebiet von Hymenopus coronatus zu deutsch Orchideenmantis erstreckt sich von Indien über Thailand, Borneo, Sumatra bis hin zu West-Malaysia.Der Lebensraum ergibt sich schon aus dem deutschen Namen. Er beschränkt sich auf Orchideen und andere bunten Blüten welche von nektarsuchenden Fluginsekten aufgesucht werden. Ich schreibe bewußt Fluginsekten und nicht Insekten weil - dies schon mal an dieser Stelle - Hymenopus coronatus nach Meinung einiger Züchter auch nur mit Fluginsekten gefüttert werden sollte. Doch dazu nachher mehr.

Der Größenunterschied beider Geschlechter bei Hymenopus coronatus ist so augenscheinlich wie es besser nicht sein könnte.Das Männchen ist mit 3-4 Zentimetern rund halb so groß wie das Weibchen mit teilweise über 7 cm Gesamtlängte. Zur Optik ist zu sagen, dass Nymphen bis L2 bei Hymenopus coronatus aussehen wie kleine Ameisen - sogenannte Mimikry. Erst mit der Häutung zur L3 Larve erhält diese Art ihr weißes bis rosanes Aussehen. Als kleiner Tipp zur Zucht: Wenn man die Larven bis zum L5 Stadium auf rosa Blüten hält hat sich das Aussehen manifestiert und diese Art behält auch im Adultstadium die rosa Farbe. Ebenso wie bei Creobroter Arten ragen auch bei Hymenopus coronatus die Augen länglich kegelförmig aus dem Kopf heraus. An den Beinen befinden sich halbkeisförmige weiße Beinlappen. Die Ernährung von Hymenopus coronatus sollte vielseitig sein. Es werden daher Fliegen, Heimchen, Grillen, Mehlwürmer und Drosophilias (Fruchtfliegen) bis hin zu Bienen und Schmetterlingen verfüttert. Zum Thema Mehlwürmer, Grillen und Heimchen nur soviel: Es sind keine Fluginsekten sondern “Krabbel -und Hüpftiere”. Bringt man Hymenopus coronatus ab einem gewissen Stadium solche Insekten dar kann es nach Meinung einiger Züchter dazu kommen, dass so gefütterte Tiere auch an Artgenossen gehen. Daher sollten laut Aussage dieser Züchter nur Insekten verfüttert werden die von Hymenopus coronatus im Flug erbeutet werden können. Wichtig: Bestäuben Sie eventuell das Futter mit Vitamin- und Mineralstoffpräparat. Nicht selten gelingt die Zucht nur deshalb nicht richtig weil das Futter von minderwertiger Qualität ist. Die Haltung von Hymenopus coronatus erfolgt in Insektarien von 20 x 20 x 30cm für Weibchen und die Hälfte dieser Maße gilt für die Haltung der Männchen. Diese Angaben beziehen sich auf die Einzelhaltung von Hymenopus c. Hält man Männchen in Gruppen zu fünft sollte das Insektarium eine Größe von 50 cm Höhe bei einer Grundfläche von 30 x 30 cm haben. Die Luftfeuchtigkeit ist zum Wohlbefinden dieser Art extrem wichtig.Tagsüber sind 50-70 % bei einer Temperatur von 30-35 Grad Celsius und Nachts rund 25 Grad Celsius bei 90% Luftfeuchtigkeit anzusteuern. Keinesfalls darf die Temperatur unter 20 Grad sinken.Weiterhin muss eine gute Durchlüftung des Insektariums/Terrariums stattfinden.

Die Zucht von Hymenopus coronatus erfolgt so, dass man die Männchen ab dem 6. Larvenstadium bei ca. 20 - maximal 25 Grad kühler hält als die Weibchen und dann die Reifehäutung der Männchen erfolgt.Die weiblichen Tiere werden weiterhin bei einer Temperatur von 30-35 Grad gehalten. Rund eine Woche nach der Adult-oder Reifehäutung kann das Männchen verpaart werden. Dazu gibt man das Männchen möglichst hinter das - hoffentlich gut gefütterte - Weibchen. Das Männchen wird nach einer gewissen Zeit anfangen zu zittern und hörbar zu trommeln und danach auf das Weibchen krabbeln oder es von hinten anspringen. Läuft die Begattung erfolgreich kann die erste Oothek schon eine Woche später erfolgen. Insgesamt legt das Weibchen mit weiteren rund 5 Ootheken maximal 6 Ootheken ab. Die Form der Ootheken ist relativ rund. Zeitigt man die Ootheken bei rund 30 Grad Celsius kann man nach 1-2 Monaten 50-100 Larven erwarten. Sowohl Ootheken als auch Larven müssen sehr feucht gehalten werden. Dabei ist aber Staunässe zu verhindern. Sofort nach dem Schlupf müssen Drosophilias angeboten werrden. Geht alles gut und die Zucht gelingt sind die Tiere bei einer Haltungstemperatur von ca. 30 Grad nach 3-4 Monaten erwachsen. Da die Aggressivität der Weibchen sehr hoch ist müssen diese spätestens ab dem 4- 5 L -Stadium einzeln gehalten werden. Dies gebietet sich auch schon daher, dass der Größenunterschied zu den Männchen dann immer mehr erkennbar ist und die Männchen eine potentielle willkommene Eiweißportion darstellen. Die Lebenserwartung bei Hymenopus coronatus ist beim Männchen ca. 5,5 und beim Weibchen rund 11 Monate. Die Geschrechtsreife tritt beim Männchen nach rund ~ 5 und beim Weibchen nach ~ 7 Häutungen ein.

Blepharopsis mendica

Creobroter pictipennis

Gongylus gongylodes

Hierodula membranacea

Hymenopus coronatus

Phyllocrania paradoxa

Pseudocreobotra w.

Sphodromantis baccettii

Sibylla pretiosa

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